Durch die Marinade und die Zubereitungsart wird dieser Schweinebraten sehr zart, so zart, dass er unter der Gabel zerfällt.
Demnach ist es nicht so wichtig, vom welchem Teil des Schweins das Bratenstück stammt.
Nacken, Schulter, Rücken oder Keule (Schinken) eignen sich gleichermassen.
Für die Marinade mischt man etwa 5 EL weissen Balsamico-Essig mit 100 ml guter Brühe, 5 EL Ahornsirup, 50 ml Olivenöl und den Saft von einer Zitrone. Gewürze können nach Belieben zugegeben werden, z.B. Thymian oder Kümmel. Die Zugabe von Salz ist nicht notwendig, da die Brühe salzig genug ist.
Der Braten wird gewaschen und abgetrocknet und mit einer aufgeschnittenen Knoblauchzehe eingerieben, sofern eine Schwarte vorhanden ist, die Haut am Fett rautenförmig einschneiden. Der so präparierte Schweinebraten wird in eine ausreichend grosse, feuerfeste Form oder einen Bräter gelegt und mit der Marinade eingepinselt. Nun soll der Braten im vorgeheizten Ofen bei nur 180°C mehrere Stunden schmoren. Wichtig ist, dass beim Bräter der Deckel aufgelegt wird oder wenn eine Form benutzt wird, diese ganz fest mit Alufolie verschlossen wird. Alle 30 Minuten wird der Schweinebraten mit dem Sud übergossen, damit er nicht austrocknet. Nach idealerweise 3 Stunden Garzeit wird der Ofen auf 230°C bei Oberhitze erhitzt, der Deckel vom Bräter bzw. die Alufolie von der Form abgenommen und der Braten weitere 15-20 Minuten knusprig gebraten. Im Ergebnis hat man einen wirklich saftigen und sehr zarten Schweinebraten, der sprichwörtlich unter der Gabel zerfällt. Aus dem Sud lässt sich mithilfe einer Mehlschwitze eine exzellente Sauce herstellen. Zu diesem Braten passen sehr gut selbst gemachte Semmelknödel.


